Ein Sport, der herausfordert – “Bouldern”

Der nächste Zug will gut überlegt sein. Jeder Muskel ist zu spüren und die Konzentration ist voll auf den zu bewältigenden Stein gerichtet. Ein Moment in dem alles still zu stehen scheint, dann: Ein Sprung – das Ziel ist erreicht.

Bouldern, eine Sportart in der es gilt, möglichst schwierige Kletterzüge ohne Kletterseil oder Klettergurt zu bewältigen. Am besten gleich im ersten Anlauf, ohne vorher geprobt zu haben. Extreme körperliche Anstrengung, extreme Voraussetzungen und extreme Fitness werden von den Kletterern gefordert. Bouldern setzt erhebliche Kondition und Körperspannung voraus, schließlich werden die sogenannten „boulder“ (engl. Große Findlinge/ Felsblöcke) teilweise fast im Liegen erklommen, so steil ragen die zu ersteigenden Felsen hervor. Boulderer sind „Bergtänzer“, scheinbar mühelos ziehen sie sich an Vorsprüngen hoch und balancieren nur an einem Arm über dem Boden.

Muskeltraining

Deshalb darf kein überschüssiges Fettgewebe im Weg sein. Vielmehr benötigt der Klettersport eine Menge unterschiedlicher Muskeln – als ganzheitliches Training setzt bouldern an den Rückenmuskeln, den Arm- und Schultermuskel, sowie Bein- und Bauchmuskeln an. Fitness wird hier großgeschrieben.

Notwendige Ausrüstung

Zu der notwendigen Ausrüstung eines Boulderers gehören zuerst einmal die obligatorischen Kletterschuhe. Ohne diese, könnte er sich nicht an den gefährlichsten Stellen halten. Sie sitzen eng an und sollen ein sicheres Gefühl geben und das Abrutschen verhindern. Meistens werden sie durch Klettverschlüsse zusammen gehalten.
Ein weiterer notwendiger Gebrauchsgegenstand ist die „chalk bag“, ein kleiner Beutel, der um die Hüften getragen wird. In ihm befindet sich Kreide –„chalk“ oder „Magnesia“. Die Kletterer reiben damit ihre Hände ein, um sie trocken zu halten. Andernfalls könnten Unfälle durch ein unfreiwilliges wegrutschen passieren.
Genauso wichtig ist die „crash pad“. So bezeichnet man etwa 12cm dicke Schaumstoffmatten, die unterhalb des boulders ausgelegt wird. Bei einem Absturz lässt sie den Fallenden weicher am Boden aufkommen.

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